Naturgeräusche zum entspannen und einschlafen

Die Rauhnächte sind 12 Nächte um den Jahreswechsel und voller spiritueller und mystischer Bedeutung. Rund um die Rauhnächte gibt es viele Geschichten, Mythen, Bräuche und Rituale. Manche von ihnen sind schon tausende Jahre alt und werden nicht mehr oder nur noch wenig praktiziert. Einige der Bräuche und Rituale sind uns erhalten geblieben. Ich habe mir die Geschichte, den Mythos und einige Rituale rund um die Raunächte einmal genauer angeschaut und möchte euch gern mit auf die Reise nehmen.

Inhalt:

Welche Nächte sind die Rauhnächte? – Wann sind die 12 Rauhnächte?

Bei den Rauhnächten handelt es sich, je nach Quelle, Brauch und Region, meist um die Nächte der 12 Weihnachtstage vom 1. Weihnachtstag, am 25. Dezember 2020 bis zum Fest der Erscheinung des Herrn, am 6. Januar 2021. Frühere Bräuche legen die erste Rauhnacht auf den 21. Dezember, auf die sogenannte Thomasnacht oder die längste Nacht des Jahres, die Wintersonnenwende. In manchen Regionen zählen die Raunächte auch nur 3 Tage.
Die Rauhnächte haben je nach Region unterschiedliche Namen. Die 12 Nächte nennt man im Volksmund z. B. auch Zwölfnächte, Losnächte, Unternächte, Weihenächte oder Zwischennächte.

Wann sind die 12 Nächte – Wann beginnen die Rauhnächte 2020

  • 25. Dezember 2020 – 06. Januar 2021
  • 21. Dezember 2020 – 02. Januar 2021

Rauhnächte – Bedeutung

Die Bedeutung und die Herkunft der Rauhnächte ist nicht eindeutig geklärt. Auch bei der Wortherkunft der “Rauh-Nächte” oder “Rauch-Nächte” ist sich die Wissenschaft nicht einig. Ich habe zwei mögliche Erklärungen gefunden:

1. Das Ausräuchern der Häuser mit Weihrauch
Ein Ursprung von “Rauh” kann in dem Wort “Rauch” gefunden werden. Im Zeitraum der Rauchnächte war es Brauch die Ställe und Häuser mit Kräutern wie z. B. Weihrauch auszuräuchern, um böse Geister oder den Teufel zu vertreiben und gute Geister willkommen zu heißen.

2. Die haarigen Dämonen
Das Wort “Rauh” von Rauhnächte wird in manchen Quellen auf das mittelhochdeutsche Wort rûch ‚haarig‘ oder “pelzig” zurückgeführt. Diese Bedeutung geht wahrscheinlich auf die haarigen Dämonen zurück, welche während der Rauhnacht ihr Unwesen trieben.

Was bedeuten die 12 Rauhnächte und woher kommen die Rauhnächte?

Wahrscheinlich gehen die 12 Rauhnächte auf die Zeit der Germanen zurück, in der das Jahr mit Hilfe der Mondphasen eingeteilt und nach dem Mondkalender gelebt wurde. Ein Monat hatte damals entsprechend einer Mondphase 28 Tage, anstatt 30, bzw. 31. Im Gegensatz zum Sonnenjahr hat das Mondjahr also nicht 365 Tage, sondern nur 354 Tage. Damit fehlten in der Zeit der Mondjahre am Ende des Jahres 11 Tage, bzw. 12 Nächte, die Rauhnächte.
Man glaubte, dass während dieser 12 Nächte die Naturkräfte außer Kraft gesetzt waren und die Pforten zu anderen Dimensionen offen standen. Dämonen und verstorbene Verwandte konnten durch die offenen Pforten auf die Erde kommen und zwischen den Lebenden wandeln. Nicht alle Geister und Dämonen waren freundlich gestimmt, so galten die Rauhnächte als ideale Zeit für die Geisteraustreibung oder Geisterbeschwörung.

Die zwölf Rauhnächte wurden auch für wahrsagerische Rituale genutzt. Nach den Bauernregeln gemäß der pauren practick gelten die Rauhnächte als vorhersagend für das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres.

Wetterprognosen – Wettervorhersage:
Nach altem Brauch wurden die Tage zwischen den Jahren als vorhersagend für das Wetter gesehen. Jeder einzelne Tag gab einen Hinweis auf das Wetter des entsprechenden Monat im kommenden Jahr. Folgende Wetter-Beziehungen soll es geben:

25. Dezember für Januar
26. Dezember für Februar
27. Dezember für März
28. Dezember für April
29. Dezember für Mai
30. Dezember für Juni
31. Dezember für Juli
01. Januar für August
02. Januar für September
03. Januar für Oktober
04. Januar für November
05. Januar für Dezember

Rauhnächte spirituelle Bedeutung

Die Nächte in der dunkelsten Zeit des Jahres hatten für viele Menschen eine ganz besondere spirituelle Bedeutung. Es gibt unterschiedliche spirituelle Rituale und Bräuche je nach Region und Kultur. Es geht über Vorhersagen, Traumdeutung und Kommunikation mit Verstorbenen, Engeln, Geistern und Dämonen.

Rauhnächte Rituale

Der eigentliche Sinn der Rauhnächte wird heutzutage nur noch selten oder kaum gelebt. Die unterschiedlichen Rituale sind kaum bekannt, aber umso spannender. Einzig der Aspekt des Innehaltens zwischen den Jahren oder zur Weihnachtszeit hat teilweise überlebt, wenn man von dem Vorweihnachtsstress absieht :-).
Ich finde die Rückbesinnung in der dunklen Zeit des Jahres, das Einfühlen hat nach wievor etwas schönes und meditatives. Manche Rituale, wie z. B. das Wünschen, in Form der guten Vorsätze für das neue Jahr sind nach wie vor rudimentär erhalten geblieben. Weiter unten habe ich eine Anleitung zur Ausübung des Rituals mit 13 Wünschen beschrieben. Weniger bekannt, dennoch spannend ist das Ritual bei dem Träume zur Vorhersage genutzt werden.

Rauhnächte – Träume

Der Mensch schläft einen großen Teil seines Lebens und verbringt dabei viel Zeit mit Träumen. Die meisten Menschen träumen jede Nacht, ohne dass sie sich an ihre Träume erinnern können. In vielen Kulturen spielt die Traumdeutung eine wichtige Rolle zur Vorhersage. In Teilen der Psychologie werden Träume als Spiegel des Unterbewusstseins gesehen. Manche Menschen träumen Ereignisse, die sich in der Zukunft tatsächlich erfüllen. Unsere geheimen Wünsche oder unterdrückten Begierden kommen nachts zum Vorschein.

Die Träume der Rauhnächte kannst du zur Zukunftsdeutung für die nächsten 12 Monate nutzen. Was du in der ersten Rauhnacht im Traum erlebst, kann ein Omen für den Januar sein und die zweite Nacht für den Februar, die dritte für den März etc. gedeutet werden.
Probiere es doch aus und nutze am besten ein Traumtagebuch, um am nächsten Morgen deine Träume aufschreiben zu können. So vergisst du sie nicht und kannst sie auch im Nachhinein noch in Ruhe deuten. Außerdem kannst du nachvollziehen, welche Träume sich im neuen Jahr tatsächlich bewahrheitet haben.

Rauhnächte Wünsche

Das Wünschen während der Raunächte kennen viele von uns noch in Verbindung mit dem Jahreswechsel. Man nimmt sich Dinge vor, die man im neuen Jahr besser machen möchte, die guten Vorsätze zum Neujahr. Dieser alte Brauch ist ein Teil eines Rituals der Rauhnächte.
Tatsächlich praktiziere ich seit einigen Jahren eine etwas ausführlichere Version als persönliches Ritual zu Silvester.
Auf einem Zettel notiere ich mir Ziele und Wünsche und gliedere sie wie folgt auf:

  • persönliche Wünsche
  • Ziele und Wünsche zu Gesundheit / Körper
  • Familie / Beziehung / Freunde
  • Berufliche Ziele / Wünsche
  • Hobby
  • weitere Wünsche und Ziele

Den Zettel hebe ich entweder auf und schaue ihn mir im nächsten Jahr, am Morgen des 31. Dezember wieder an. Dann wird Bilanz gezogen. Was hat sich verändert? Was ist in Erfüllung gegangen?

Ein ähnliches aber ausführlicheres Wunsch-Ritual zur Rauhnacht ist das Ritual der 13 Wünsche.

Rauhnächte Rituale – 13 Wünsche für das neue Jahr – Anleitung

Ich möchte dir nun eine mögliche Anleitung für ein Rauhnächte-Wunschritual geben.

Vorbereitung des Rituals – 13 Wünsche

1. Wähle 13 Wünsche für das neue Jahr.
Was liegt dir besonders am Herzen? Was wünschst du dir für das neue Jahr? Dies können Charaktereigenschaften sein, wie mehr Selbstbewusstsein, oder Unvoreingenommenheit oder Toleranz oder materielle Dinge oder Glück, Liebe etc. Nimm dir dazu ruhig einen Augenblick, geh in dich und wähle 13 Wünsche, die dir besonders am Herzen liegen.
2. Formuliere deine Wünsche positiv und in der Gegenwart.
Wie formuliere ich meine Wünsche für die Rauhnächte? In allererster Linie sollte man an seine Wünsche glauben. Des weiteren kannst du natürlich pro Wunsch einen Roman schreiben, allerdings ist es hilfreicher, jeden Wunsch knackig, klar und eindeutig aufzuschreiben.
Tipp: Formuliere deine Wünsche positiv und in der Gegenwart, also zum Beispiel: “Ich bin gesund und bleibe gesund.
3. Schreibe deine 13 Wünsche auf 13 kleine Zettel.
Du kannst z. B. ein besonderes Papier nutzen oder jeden Wunsch mit einem anderen Schrift oder mit einem besonderen Stift aufschreiben. Schreibe jeden Wunsch auch auf einen extra Zettel und falte den Zettel anschließend, sodass du den Wunsch nicht mehr sehen kannst.
Verstaue nun die 13 Zettel mit deinen 13 Wünschen in einer Schachtel, Holzbox, einem Leinenbeutel oder einem Glas und schüttle das Behältnis kräftig, so dass die Wünsche durcheinander geraten.

Ausführung: Das Wunsch-Ritual für die Rauhnächte beginnt

Jetzt ist es endlich soweit. Die 1. Rauhnacht ist da und das Rauhnächte-Ritual kann beginnen. Dazu brauchst du deine 13 Wunschzettel und eine feuerfeste Schale, in der du deine Wünsche verbrennen kannst.
1. Stimme dich ein, auch mental. Gleich wirst du einen ersten Wunsch aus dem Behältnis ziehen. Tipp: Sorge für eine gemütliche Atmosphäre. Du kannst z. B. Meditationsmusik auflegen oder räuchern.
Schließe die Augen und atme tief ein und aus.
2. Nimm nun deine Zettel oder das Behältnis mit den 13 Wunschzetteln und stelle es vor dich hin.
3. Nun zieh einen Zettel. Nun gibt es zwei Möglichkeiten des Rituals: Entweder liest du dir den Zettel mit dem Wunsch noch einmal durch oder du öffnest den Zettel nicht, sondern hältst ihn geschlossen.
4. In beiden Fällen halte den Zettel fest in deiner Hand, führe ihn anschließend an dein Herz und an dein 3. Auge. Spüre, wie dein Wunsch schon jetzt in dir ruht und seine Energie Realität ist.
5. Nun verbrenne den Wunsch und verstreue die Asche anschließend im Wind. Damit hast du deinen Wunsch an das Universum übergeben.
6. Lass deinen Wunsch los. Wie einen Pfeil, der abgeschossen wurde, kannst du die Laufbahn des Pfeils nun nicht mehr beeinflussen und doch gehört er noch zu dir.
7. Spüre in dich hinein. Genieße den Augenblick des Loslassens, solange wie es sich für dich gut anfühlt.
8. Ritual in jeder Rauhnacht wiederholen
Dieses Ritual wiederholst du nun an jeden der 12 aufeinander folgenden Nächte. Der Wunsch der ersten Rauhnacht soll sich im Januar erfüllen, der Zweite im Februar usw.
9. Der 13. Wunsch
Am Ende der Rauhnächte bleibt einer deiner 13 Wünsche übrig. Nimm diesen Zettel und lies den Wunsch laut vor. Dieser 13. Wunsch liegt in deiner besonderen Zuständigkeit. Behalte diesen Wunsch ganz bewusst nah bei dir.

Rauhnächte 2020 Meditation

Die Meditation für die Rauhnächte ist in Produktion… ich bitte um Geduld 🙂