Mantra - Über die Bedeutung und das Wirken von Mantren

Paramjeet Singh sagt: „Das Mantra ist eine der effektivsten und zuverlässigsten Methoden, um das Unterbewusstsein zu reinigen und negative Gewohnheitsmuster auszulöschen. Mantras verringern das Ego, welches dein wahres Ich und dein wahres Glück verstellt.“

Mantras wirken auf Psyche und Körper. Sie können Blockaden lösen oder den Focus auf etwas Bestimmtes richten – erfahre mehr über die heilsame Wirkung des Wortes.

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Mantra – Die Bedeutung

Das Wort Mantra kommt aus dem Sanskrit (alt-indisch) und bedeutet übersetzt Spruch, Lied oder Hymne.Es besteht aus den beiden Silben, bzw. Wörtern Mantram (Geist) und tram (Schutz, bzw. Instrument) enthalten. Eine wörtliche Übersetzung könnte also Instrument des Geistes oder Schutz des Geistes oder auch Schutz vor Geistern bedeuten. Das Mantra kann aus heiligen Versen, Silben, Worten oder Namen von Gottheiten bestehen.

Mantras werden sprechend, flüsternd, singend oder in Gedanken wiederholt. Diese Wiederholung des Mantras oder des Namens einer Gottheit wird auch Japa genannt.
Im Yoga werden die Mantras oft in der Meditation rezitiert und kann transformierend wirken.

Das Mantra wird oft genutzt um den Geist zu beruhigen, ihn in eine Bahn zu lenken, sprich sich zu fokussieren. Mit Hilfe eines Mantras kann man sich z.B. vor schädlichen Vorstellungen oder Einflüssen schützen oder seine Gedanken auszurichten, um z. B. ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Es gibt viele Mantren. Jedes Mantra hat seine eigene Bedeutung, Qualität, Rhythmus, Melodie und Auswirkung. Die Melodie spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie gibt den Takt vor, der sich ins Unterbewusstsein einprägt. Der mit dem Mantra verbundene Klang, die Melodie, die Resonanz und der Rhythmus können einen veränderten Bewusstseinszustand erzeugen, welcher das Muster des Gedankenflusses einstellt. Das langwährende Rezitieren eines Mantras soll als Stütze dienen, um meditativ im gewünschten Denken zu verweilen.

Man Kann ein Mantra mit einer Kernaussage gleichsetzen.

Das Mantra transportiert eine bestimmte Information bzw. eine Energie. Idealer Weise bindet sich der Geist, während der Rezitation an die Inhalte der Worte des Mantras und ist somit nicht für negative Gedanken und Einflüsse zugänglich. Das Mantra entfaltet seine Wirkung durch das Hören und Sprechen bzw. Singen. Die Wiederholung bewirkt eine Vertiefung der Erfahrung, die mit dem Mantra in Verbindung steht. Die Mantras des Wassermann-Zeitalters werden z.B. von vielen Yogis jeden Morgen als Sadhana gesungen.

Die Mantras aus dem Sanskrit bzw. Gurmukhi (heilige Schrift) sind bis zu 4000 Jahre alt und laut Yogi Bhajan sind sie sogar noch älter. Das Heilige Buch der Sikhh, das „Siri Guru Grant Sahib“ gibt dem Mantra „Sat Nam“ ein Alter von 13 Milliarden Jahren. Dieses Mantra entstand am ersten Tag der Schöpfung. Im „Siri Guru Grant Sahib“ sind alle Mantren aus dem Kundalini Yoga aufgeführt.

Bei einem Japa-Mantra-Singen, werden Mantras über einen längeren Zeitraum wiederholt, manchmal bis zu 11.000 Mal, wie z.B. das Friedens-Mantra Sat Narayan.

Autor: Narayanjot Singh